{"id":510,"date":"2020-03-21T09:21:12","date_gmt":"2020-03-21T08:21:12","guid":{"rendered":"http:\/\/kf.kolping-burgkirchen.de\/?p=510"},"modified":"2020-03-21T09:21:14","modified_gmt":"2020-03-21T08:21:14","slug":"er-traegt-das-kolping-gen-seit-53-jahren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/kf.kolping-burgkirchen.de\/?p=510","title":{"rendered":"Er tr\u00e4gt das Kolping-Gen seit 53 Jahren"},"content":{"rendered":"\n<p>Gerhard Alfranseder h\u00f6rt als Di\u00f6zesanvorsitzender auf \u2013 Schluss mit Kolping ist jedoch nicht<\/p>\n\n\n\n<p>Von Johanna Richter<br>Marktl. <\/p>\n\n\n\n<p>Unterst\u00fctzen und vernetzen, das war f\u00fcr Gerhard Alfranseder 53 Jahre lang der Antrieb, sich f\u00fcr Kolping zu engagieren. Und das ist es noch. Auch wenn der 67-j\u00e4hrige Marktler Ende Februar sein Amt als Di\u00f6zesanvorsitzender in j\u00fcngere H\u00e4nde gelegt hat, bleibt er den Leitmotiven Adolf Kolpings weiterhin treu. <br>\u201eWarum ich zu Kolping gegangen bin? Das ist einfach\u201c, erinnert sich der Marktler. 14 Jahre alt sei er gewesen. Auch damals schon hatte die Kolpingsfamilie Marktl eine \u201esuper Jugendgruppe\u201c. \u201eIch wollte raus, etwas erleben. Kolping war erlaubt. Da durfte ich hin.\u201c Schnell sei er in die Gruppe integriert worden, \u00e4ltere Mitglieder h\u00e4tten ihn gef\u00f6rdert. \u201eDas Kolping-Gen war geweckt\u201c, erz\u00e4hlt Alfranseder. Mit 22 Jahren \u00fcbernahm er den Vorsitz der Kolpingsfamilie Marktl. 35 Jahre lang leitete er \u2013 der 50 Jahre hauptberuflich Elektromeister bei Wacker war \u2013 die Geschicke des Zweigvereins. Vor allem die Jugendarbeit und die Erwachsenenbildung lagen ihm am Herzen. In dieser Zeit machte er den Marktler Zweigverein zum mitgliederst\u00e4rksten in der Di\u00f6zese. Das ist er bis heute. Von 1979 bis 1984 war Alfranseder au\u00dferdem Di\u00f6zesanleiter der Kolpingjugend.<br>\u201eIch bin ein sozial eingestellter Mensch\u201c, so Alfranseder. Darum habe er sich mit den Motiven Adolf Kolpings gut identifizieren k\u00f6nnen. \u201eKolping hat viele gute Dinge getan.\u201c So gr\u00fcndete der Priester aus K\u00f6ln (8. Dezember 1813 bis 4. Dezember 1865) unter anderem Gesellenvereine und Gesellenh\u00e4user, unterst\u00fctzte die Gesellen, vernetzte sie untereinander und besch\u00e4ftigte sich mit der sozialen Frage.<br>Vernetzen und unterst\u00fctzen; das tat auch Alfranseder als Di\u00f6zesanvorsitzender. \u201eDie einzelnen Kolpingsfamilien in der Di\u00f6zese sind autark\u201c, erkl\u00e4rt der Marktler. Darum sei es auch etwas v\u00f6llig anderes gewesen, ein Di\u00f6zesanvorsitzender zu sein als der Vorsitzende einer Kolpingsfamilie. Alfranseder verstand sich als Dienstleister, bot Dinge wie Schulungen, Familienwochenenden oder Oasentage an, die die kleinen Zweigvereine alleine nicht leisten k\u00f6nnen. Er schuf M\u00f6glichkeiten zur Vernetzung und zum Austausch. Dass das gut ankam und die Mitglieder ansprach, zeigt, dass der Di\u00f6zesanverband Passau steigende Mitgliedszahlen verzeichnet.<br>Nach zw\u00f6lf Jahren an der Spitze entschied Alfranseder nun aber, dass Schluss ist. Er stellte sich nicht erneut zur Wahl und \u00fcbergab das Amt bei der Di\u00f6zseanversammlung Ende Februar an Stephan Kroneder von der Kolpingsfamilie Vilshofen. <br>Ganz vorbei mit Kolping ist es jedoch nicht. \u201eAls Ehrenvorsitzender der Kolpingsfamilie Marktl darf ich immer noch mitmischen\u201c, sagt er. Und auch im Di\u00f6zesanvorstand ist er weiter vertreten. \u201eIn zweiter Reihe\u201c, erkl\u00e4rt der Marktler. Er werde sich nun um das Thema \u201eEine Welt\u201c k\u00fcmmern und Projekte vorrangig in Uruguay und Malawi unterst\u00fctzen. \u201eIch habe lange \u00fcberlegt, ob ich das machen soll\u201c, erz\u00e4hlt der 67-J\u00e4hrige. Weil er aber bereits h\u00e4ufig in Uruguay war, seine Schwiegertochter aus Uruguay stammt und er mit dem Land und der dortigen Kolpingsfamilie sehr verbunden ist, hatte er zugesagt. <br>Nun wird Alfranseder, das Geld, das bei den Kolping-Projekten wie dem Fastenessen oder der Altkleidersammlung zusammenkommt, verwalten. Er wird pr\u00fcfen, welchen Projekten es in den L\u00e4ndern zukommen kann, sich mit der Entwicklungszentrale in K\u00f6ln kurzschlie\u00dfen und mit den Kolpingsfamilien vor Ort. Alle f\u00fcnf Jahre finden Projektreisen in die fernen L\u00e4nder statt. <br>Im R\u00fcckblick waren es auch die Austausche und Projekte im Ausland, die dem ehemaligen Vorsitzenden am besten in Erinnerung geblieben sind, zum Beispiel als im Herbst 2018 zw\u00f6lf Jugendliche in der Di\u00f6zese waren. \u201eDer Kulturaustausch war immer ein H\u00f6hepunkt\u201c, sagt Alfranseder. <br>F\u00fcr seine jahrzehntelange Arbeit, sein Engagement in der Kirchenverwaltung und im Marktgemeinderat \u2013 dem Gremium geh\u00f6rte der vierfache Familienvater von 1984 bis 2002 an \u2013 hat er 2013 auch die Verdienstmedaille der Gemeinde Marktl bekommen. Die Begr\u00fcndung damals: \u201eAlfranseder ist aus der Gemeinde und der Pfarrei nicht wegzudenken.\u201c Das ist eine Aussage, die bis heute gilt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerhard Alfranseder h\u00f6rt als Di\u00f6zesanvorsitzender auf \u2013 Schluss mit Kolping ist jedoch nicht Von Johanna RichterMarktl. 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